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Die nachfolgenden Erklärungen, Erläuterungen und Illustrationen sind sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluß, aber vermitteln Ihnen hoffentlich ein Grundwissen mit dem Sie Ihr erstes Mushing-Erlebnis wirklich genießen können. Was Sie nicht tun sollten Abbildung 1 Zurücklehnen und damit das meiste Gewicht in Ihre Arme zu legen funktioniert nie. Dieser Fehler wird gemacht, weil man befürchtet mit den Stiefeln von den «Runner-Pads» zu rutschen. Sie können es glauben oder nicht aber beim nächsten unverhofften Schlag durch ein Loch oder eine Erhöhung fliegen Sie vom Schlitten. Ihr Gewicht sollte immer über den Füssen liegen. ![]() Abbildung 2 Sich klein machen hinter dem Schlitten in der Annahme den Luftwiderstand zu verkleinern macht es Ihnen sehr schwer wenn nicht unmöglich auf Unvorhergesehenes vor Ihnen auf dem Trail zu reagieren. Stehen Sie aufrecht auf dem Schlitten. Nur so sind Sie in der Lage plötzlichen Hindernissen oder Richtungsänderungen in korrekter Art und Weise zu begegnen. Zusätzlich kommt ja auch noch dazu, dass Sie diese Haltung sowieso nicht lange durchhalten können. Aufrecht und bequem ist die einzig richtige Art den Schlitten und die Hunde unter Kontrolle zu halten. ![]() Abbildung 3 Sieht bequem aus aber aufs Aussehen kommt es nicht an. Diese Haltung ist insofern unklug, als dass Sie zum Beispiel bei einem plötzlichen Spurt Ihrer Hunde oder bei einer Unebenheit unweigerlich von den Enden der «Runners» gleiten. Zusätzlich kommt dazu, dass Sie das Schwergewichts-Zentrum auf diese Art aus dem Lot bringen und zuviel Gewicht auf die Enden der Kufen legen und damit die Führung der Kufen weiter vorn am Schlitten drastisch vermindern. Achten Sie immer darauf, soviel wie möglich «Gewicht» auf der ganzen Länge der Kufen zu haben. Nur so sind Sie in der Lage Ihren Schlitten richtig zu steuern und unter Kontrolle zu haben. ![]() Abbildung 4 Das Gewicht zur Aussenseite bei einer Kurve zu verlagern ist ein sehr häufiger Fehler. Dies ist eine Einladung an den Schlitten «weit» zu gehen und die Aussenseite des Trails, der zum Beispiel mit Steinen oder Bäumen bestückt ist, zu touchieren. In gewissen Situationen kann dies vor der Kurve zwar getan werden. Sobald aber die Kurve beginnt muss das Gewicht zur Innenseite verlagert werden. ![]() Abbildung 5 Sich zurücklehnen bei einer steilen Abfahrt ist eine natürliche aber nicht empfehlenswerte Reaktion. Wenn die Hunde plötzlich bremsen oder wegen einem Hinderniss abdrehen, haben Sie wenig bis gar keine Möglichkeit zu bremsen. Sturz oder was noch viel schlimmer ist, mit dem Schlitten in Ihre Wheel-Dogs zu fahren ist die Folge davon. Auch in dieser Situation sollen die Füsse auf den «Runner-Pads» bleiben. ![]() Abildung 6 Sie sind ein netter Mensch und wollen Ihren Hunden bei einer Bergfahrt helfen. Mit einem Fuss zwischen den Kufen nachhelfen bringt ausser dass der Schlitten Slalom fährt und die Hunde dies natürlich merken, so gut wir gar nichts. Kommt noch dazu, dass die Gefahr auf die Bremse zu treten recht hoch ist ausser Sie würden die ganze Zeit nach unten schauern. Dies allerdings wäre aus offensichtlichen Gründen ebenfalls nicht zu empfehlen. ![]() Abbildung 7 Sehen Sie sich die Abbildung von links nach rechts an. Der Musher hilft auf der Aussenseite der «Runners» seinen Hunden bei einer Bergfahrt. Dies ist im Prinzip richtig. Ohne Erfahrung jedoch bewegen Sie den Körper automatisch vor und zurück. Damit bewirken Sie, dass wenn der Körper hoch kommt, dies wie eine Bremse wirkt und damit den Schlitten abbremsen. Dies wirkt auf die Hunde wie auf die Fahrt äusserst störend. Üben Sie das «Nachhelfen» Ihren Hunden zu liebe ohne Hunde bis Sie die Bewegungen ohne «Vor und Zurück» richtig beherrschen. Techniken die zu empfehlen sind Die folgenden Abbildungen (8-15) zeigen wie Sie den Schlitten korrekt manövrieren und beherrschen können. ![]() Abbildung 8 Bei einer Steilhang-Fahrt haben Sie beide Füsse auf dem bergseitigen «Runner». Damit vermeiden Sie, dass der Schlitten talwärts rutscht und aus dem Trail fährt. Je nach dem wie steil der Trail abfällt, lehnen Sie sich zusätzlich zur Bergseite um so noch mehr Druck auf die Berg-Kufe zu erzeugen. ![]() Abbildung 9 Während normaler Fahrt steht der Musher aufrecht auf den «Runner-Pads» mit dem Körpergewicht im Zentrum über den Füssen. Knie und Arme sind dabei leicht gebeugt, Der Blick ist nach vorne auf das Team und den Trail gerichtet. ![]() Abbildung 10 Bei einem Sprint der Hunde und/oder leichter Talfahrt bei welcher die Hunde sehr schnell laufen, kann der Musher sich wie abgebildet vorbeugen und sich an den «Siderails» halten. Sie vermindern damit den Luftwiderstand. Gleichzeitig aber bleiben Ihre Füsse auf den «Runner-Pads». Sie behalten die ganze Kontrolle über Ihr Team und Ihr Schlitten. Auch die Bremse kann mit dieser Haltung noch immer wenn nötig optimal bedient werden. ![]() Abbildung 11 Bei einer Kurve verlagern Sie das Gewicht auf die Innenseite. Der Trick daran ist, dies genau in dem Moment zu tun wenn der Schlitten in die Kurve korrekt einfahren soll. Je nach dem wie die Kurve verläuft verlagern Sie das Gewicht früher oder später. Wie bei vielen Dingen gilt auch hier die Devise «Uebung macht den Meister» ![]() Abbildung 12 Bei steiler Bergfahrt helfen Sie den Hunden wie abgebildet. Sie stehen dabei mit einem Fuss auf dem Runner-Pad. Wichtig dabei ist zu beachten, dass Sie den Oberkörper nicht bewegen, um keine unnötige Körperbewegungen auf den Schlitten zu übertragen. Wenn diese Hilfe nicht mehr genügt, rennen Sie hinter oder neben dem Schlitten und helfen den Hunden. Vergessen Sie dabei nicht, den «Handlebar» NIE loszulassen. ![]() Abbildung 13 Die korrekte Haltung bei sehr steiler Talfahrt ist wie abgebildet. Sie stehen auf den «Runner-Pads» mit gewinkelten Knien und beide Hände halten fest den «Handle-Bar». Ihr Blick ist auf dem Trail und Ihrem Team. Mit dieser Haltung können Sie problemlos auf Kurven und Unvorhergesehenes auf dem Trail reagieren sowie die Bremse optimal bedienen. ![]() Abbildung 14 Dieser «Kick» hat schon mehr als ein Rennen gewonnen. Der «König» dieses Kicks war Dr. Roland Lombard. Er hat diese Art des Helfens zu einer Perfektion entwickelt, dass sich sein Oberkörper so gut wie gar nicht bewegt hat. Mit sehr viel Uebung kann diese Art der Beschleunigung sehr viel zum Fortbewegen des Schlittens beitragen und eben am Schluss auch das Resultat beeinflussen. ![]() Abbildung 15 Wenn man in sehr tiefen und losen Schnee fährt, kann es für einen Musher durchaus sinnvoll sein, auf dem Schlitten wie abgebildet zu stehen. Vielleicht fühlen sie sich so sicherer als hinten auf den «Runner-Pads» und mit dem Gewicht direkt hinter «Stanchions». Betrachten Sie dies als Ausnahme. Profi-Musher werden dies nicht tun. Wir haben viel von den Bremsen geschrieben. Bremsmatte Dies ist eine Gummi-Matte, welche zwischen den Kufen mitgeschleift wird. Diese Bremse eignet sich gut für ebene Trails wie auch für ganz leichte Talfahrten. Aber um den Schlitten zum Stillstand zu bringen eignet sich diese Bremse nicht. Im tiefen und losen Schnee kann sie eher hinderlich sein. Krallenbremse Die Krallenbremse benutzen Sie um den Schlitten zusammen mit dem entsprechenden Kommando zum Stillstand zu bringen sowie um den Schlitten bei sehr steilen Talfahrten abzubremsen. Und jetzt wünschen wir Ihnen allzeit Happy Trails © 2002/2003 by Benny, Norrbränna®, hosted by schlittenhunde.de |